2021 05 14 Else Ensemble 19

14. Mai 2021, 19:00 Uhr - Video-Premiere auf YouTube - Nicht mehr verfügbar

57. KammerMusik | Else Ensemble spielt Johanna Senfter

Programm

ELSE ENSEMBLE
Shelly Ezra, Klarinette
Stefan Hempel, Petra Schwieger, Violine
Lena Eckels, Viola
Valentin Scharff, Daniela Schemer, Violoncello
Naaman Wagner, Klavier

Programm

Johanna Senfter (1879 - 1961)

Sonate A-Dur op.57 für Klarinette und Klavier (ca. 1925)
Kleines Leichtes Trio op.134 für Violine, Violoncello und Klavier
Quintett B-Dur op.119 für Klarinette und Streichquartett (1950)

Johanna Senfter kommt 1879 als jüngstes von sechs Kindern einer wohlhabenden Familie in Oppenheim am Rhein zur Welt. Sie studiert von 1895 bis 1903 am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt a.M. Musiktheorie, Komposition, Violine, Klavier und Orgel. Von 1908 - 1910 ist sie am Leipziger Konservatorium Schülerin Max Regers, der sie in ihrer stilistischen Eigenständigkeit bestärkt, ihre ausgezeichnete musikalische Begabung hervorhebt und sie seine beste Schülerin nennt. Sie komponiert bis ins hohe Alter mehr als 134 Werke und gibt zahlreiche Konzerte. Obwohl sie das Musikleben ihrer Heimatstadt Oppenheim entscheidend prägt, lebt sie dort sehr zurückgezogen und gerät nach ihrem Tod 1961 in Vergessenheit.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Johanna Senfter - MUGI (hfmt-hamburg.de)
Johanna Senfter - WDR 3 Tonart - WDR 3 - WDR Audiothek - Mediathek - WDR


Else Ensemble - Jahre der Zusammenarbeit und der Freundschaft zwischen deutschen und israelischen Musikern führten zur Gründung einer einzigartigen Kammermusik-Formation: Benannt nach der Dichterin und Malerin Else Lasker-Schüler, setzt sich das Else-Ensemble aus jungen Musikern zusammen, welche Preisträger internationaler Wettbewerbe und Mitglieder weltweit führender Orchester sind. Sich der Aufführung deutscher und jüdischer Komponisten - vorwiegend vom 19. Jahrhundert bis zu Zeitgenossen - widmend, forscht das Ensemble eifrig nach vernachlässigten Werken und durch politische Ereignisse verdrängtem Repertoire. In diesem soziokulturellen Kontext schafft das Else Ensemble ein musikalisches Erlebnis auf höchstem professionellen Niveau. Inspiriert durch Künstlerin Else Lasker-Schüler, deren ungewöhnliche Biografie sowohl mit Israel als auch Deutschland verbunden ist, setzt das Ensemble einen weiteren Schwerpunkt auf die (Ur-)Aufführung von Werken von Komponistinnen, wodurch einem teilweise noch unbekannten Repertoire der Gegenwart und der Vergangenheit eine Bühne gegeben wird. Das noch relativ frisch gegründete Ensemble arbeitet bereits regelmässig mit diplomatischen und kulturellen Institutionen zusammen und initiierte außerdem innovative fachübergreifende Konzerte. Mit seiner enthusiastischen Musizierfreude und seinem einzigartigen Klang trat das Else Ensemble in Deutschland und Israel, sowie in einigen europäischen Städten auf, wo es sich bei den wichtigsten Konzert-Serien und Veranstaltungsorten präsentierte.

Shelly Ezra - Klarinette
Shelly Ezra wurde in Israel geboren und machte zuletzt durch den Gewinn des 3. Preises beim ARD Wettbewerb München auf sich aufmerksam. Zudem ist sie Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe wie des internationalen Musikwettbewerbs Freiburg, des Europäischen Kammermusikwettbewerb Karlsruhe und des Großen Förderpreiswettbewerbs München. Sie studierte bei Sabine Meyer, Reiner Wehle und Diethelm Jonas in Lübeck, bei Martin Spangenberg in Weimar sowie bei Itshak Kazap in Tel-Aviv. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit als Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt erschien im November 2013 die CD Euclidian Abyss in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk. Stipendien und Preise erhielt sie von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Gotthard Schierse Stiftung, der Possehl Stiftung, der Marie-Luise-Imbusch Stiftung, der Stockhausen Stiftung, der Oscar und Vera Ritter Stiftung und vom DAAD. Solistisch trat sie u.a. mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester, der Klassischen Philharmonie Bonn, der Jenaer Philharmonie, der Philharmonie der Nationen, dem Collegium Musicum Basel, der Camerata Moravia und mit dem Israelischen Kammerorchester auf. Einige ihrer Konzerte wurden vom MDR, dem Saarländischen Rundfunk, Radio Bremen, dem Westdeutschen Rundfunk, dem Rundfunk Berlin Brandenburg, der Deutschen Welle, Deutschlandradio Kultur, dem Finnischen Rundfunk, dem Niederländischen Rundfunk, dem Australischer Rundfunk und Serbischen Rundfunk übertragen.

Stefan Hempel - Violine
Stefan Hempel ist einer der vielseitigsten Geiger seiner Generation, er gewann als Solist zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben wie dem Max Rostal-Violinwettbewerb und dem Michael Hill International Violin Competition. Seine Konzerttätigkeit als Violinist des Morgenstern-Trios erstreckt sich auf nahezu alle Kontinente, mit zahlreichen Debuts in den wichtigsten Konzerthäusern wie dem Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, der Carnegie Hall (NY), Lincoln- und Kennedy- Center, Ilshin Hall, Seoul.
Seine künstlerische Ausbildung genoss er bei Stephan Picard und Eberhard Feltz (Kammermusik) an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Nach Lehrtätigkeiten an den Musikhochschulen Hanns Eisler Berlin und Stuttgart wurde Stefan Hempel 2010 als einer der jüngsten Professoren Deutschlands an die Hochschule für Musik und Theater Rostock berufen.

Petra Schwieger - Violine
Petra Schwieger erhielt ihren ersten Violinunterricht an der Musikschule Rathenow, besuchte das musikorientierte Carl- Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium Berlin und studierte an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Prof. Werner Scholz und Prof. Stephan Picard. Als DAAD-Stipendiatin absolvierte sie ein Aufbaustudium bei Prof. David Takeno an der Guildhall School of Music and Drama in London.
Die Geigerin gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, u. a. mehrere erste Preise bei den Bundeswettbewerben »Jugend musiziert« sowie Preise beim Concerto Competition Interlochen/USA, beim Internationalen Violinwettbewerb »Wolfgang Marschner« Weimar. Als Solistin und Kammermusikerin musiziert Petra Schwieger bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Dresdner Musikfestspielen, dem Festival Musicanteno Bologna, dem Schwetzinger Mozartfest sowie dem Jerusalem Chamber Music Festival.
Solistisch trat sie mit dem Philharmonischen Orchester Frankfurt/Oder, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Kurpfälzischen Kammerorchester sowie mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin auf.
Petra Schwieger wurde durch Stipendien der Jürgen-Ponto- Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben (Musikinstrumentenfonds) und der Studienstiftung des deutschen Volkes (1995‒2003) gefördert. Seit 2004 ist sie als Mitglied der 1. Violinen, seit 2018 als 2. Konzertmeisterin in der Staatskapelle Berlin fest engagiert. Sie spielt auf einer Violine von Ferdinando Gagliano.

Lena Eckels - Viola
Nachdem Lena Eckels im Alter von 10 Jahren die Bratsche für sich entdeckte, ist sie nie wieder zurück zur Geige gewechselt. Der Klang der tiefen Saiten und seine Nähe zur menschlichen Stimme faszinieren sie seither. Nach dem Abitur in ihrer Heimatstadt Detmold studierte sie bei Barbara Westphal in Lübeck und Lars Anders Tomter in Oslo. Sie gewann den 1. Preis beim Brahms Wettbewerb in Pörtschach/Österreich 2005 und den GWK Förderpreis 2004. Künstlerische Anregungen erhielt sie u.a. von Kim Kashkashian, Nobuko Imai und Yuri Bashmet und wurde 2007 für die Verbier Festival Academy ausgewählt. Lena Eckels war 10 Jahre lang Mitglied des Amaryllis Quartetts mit dem sie 2011 den 1. Preis und den Grand Prize beim renommierten Melbourne International Chamber Music Competition/Australien und den Finalistenpreis beim Premio Paolo Borciani /Italien gewann. Mit dem Quartett war sie regelmäßig bei großen Konzertreihen und Festivals zu Gast, u.a. beim Lucerne Festival, dem Heidelberger Frühling, dem Chelsea Music Festival/NYC, dem Huntigton Music Festival/Australien, den Schwetzinger Festspielen, dem Wiener Musikverein, der Alten Oper Frankfurt und dem Melbourne Recital Centre. Das Quartett wurde 2012 mit dem höchstdotierten Kammermusikpreis Deutschlands ausgezeichnet, dem Kammermusikpreis der Jürgen Ponto-Stiftung. Die CD „White“ mit Streichquartetten von Haydn und Webern wurde als beste Kammermusikeinspielung des Jahres mit dem ECHO Klassik 2012 ausgezeichnet. Anfang 2016 hat Lena Eckels das Quartett aus beruflichen und privaten Gründen verlassen. Sie widmet sich seitdem vorrangig ihrer Bratschenklasse an der Musikhochschule Lübeck und ist regelmäßig bei bedeutenden europäischen Festivals und Konzertreihen zu Gast. Im Sommer 2016 gab sie ihr Debut beim Southwell Music Festival in England und ist Mitglied im Deutsch Israelischen Else Ensemble (www.else-ensemble.com). Lena Eckels spielt auf einer Bratsche von Haat-Hedlef Uilderks nach Gasparo da Salo.

Valentin Scharff - Violoncello
Valentin Scharff ist seit 1999 Vorspieler der Cello-Gruppe im hr-Sinfonieorchester. Geboren und aufgewachsen in Waldshut am Hochrhein, begann er im Alter von acht Jahren mit dem Cellounterricht und studierte bei Christoph Henkel an der Musikhochschule in Freiburg. Meisterkurse besuchte er u.a. bei Frans Helmerson, Arto Noras, Siegfried Palm und János Starker sowie beim Brandis- und Vermeer-Quartett. Valentin Scharff ist Preisträger u.a. des Mendelssohn Wettbewerbs Freiburg und des Internationalen Kammermusikwettbewerbs von Den Haag. Besonders als Kammermusiker in verschiedenen Formationen spielte Scharff auf zahlreichen Festivals, u.a. in Luzern, Les Arcs, La Prés und beim Beethoven-Fest Bonn. Er gab Konzerte in ganz Europa, den USA und Japan.

Daniela Schemer - Violoncello
Daniela Shemer, 1988 in Jerusalem geboren, spielt seit 2009 im West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim. Sie ist eine leidenschaftliche Kammermusikerin und interessiert sich besonders für zeitgenössische Musik. In Deutschland war Daniela Mitglied der International Ensemble Modern Academy und machte ihren Masterabschluss an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. 2013 nahm sie an der Luzern Festival Academy teil und wurde danach Mitglied des Acadamy Ensembles. Als Kammermusikerin sowie als Orchestermusikerin trat Daniela auf vier Kontinenten unter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Peter Eötvös und Steven Sloane auf. Nachdem sie ihren Bachelor an der Musikakademie von Jerusalem abgeschlossen und ihren Wehrdienst als „Excellent Musician" geleistet hatte, setzte sie ihr Studium für ein Jahr am Royal Conservatoire The Hague bei Michel Strauss fort. Währenddessen studierte sie auch elektronische Musik am dortigen Sonology Department. Daniela nahm außerdem an Cello-Meisterkursen u.a. bei Mischa Maisky, Janos Starker, Frans Helmerson und David Geringas teil. Sie war wiederholt Stipendiatin der „America-Israel Culture Foundation“ sowie der „Barenboim-Said Andalusian Public Foundation“.

Naaman Wagner - Klavier
Naaman Wagner schloss sein Diplomstudium in Klavier an der Hochschule für Musik Hannover ab, wo er bei Prof. Arie Vardi studierte. Wagner schloss sein Studium an der Jerusalemer Musikakademie in Klavier bei Prof. Eitan Globerson und in Dirigieren bei Prof. Yevgeni Zirlin, jeweils mit einem B.-Mus ab. Er spielt regelmäßig Klavier- und Kammermusikkonzerte in Deutschland und im Ausland, vornehmlich in Israel, und nimmt oft für den israelischen Rundfunksender der Klassischen Musik, "Kol Ha-Musika", auf. In Deutschland trat er im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin, Mendelssohnsaal und Mendelssohnhaus in Leipzig, Künstlerhaus in München u.a. auf. In Israel trat er im Museum Tel Aviv, Museum Jerusalem, Mischkenot Schaananim in Jerusalem und auf mehreren Festivals, inkl. Israel Festival, Vokalfest Abu Gosh, Musikfest Oberes Gligäa u.a. auf. Wagner konzertiert weltweit mit klassischer, zeitgenössischer Musik und ist festes Mitglied im „Israeli Contemporary Players“ Ensemble, mit denen er als Solist in Israel, Seoul, Hong Kong und Tiflis auftrat, unter der Leitung von Zsolt Nagy, Ilan Volkov u.a. Er war Stipendiat der America Israel Coltural Foundation für Klavier und Komposition.


HAUSKONZERT FELDBERG - Was im Spätsommer 2014 als privates Hausmusikfest für Freunde und Familie begann, hat sich innerhalb von 5 Jahren mit mehr als 50 Konzertabenden zur renommierten Adresse für feine Kammermusik entwickelt. Mit unseren öffentlich zugänglichen, nach professionellen Gesichtspunkten organisierten Konzerten in der Wohnhalle wollen wir das Beste zweier Welten zusammenbringen: Interessante und anspruchsvolle Konzertprogramme, dargeboten von hochklassigen, meist jungen, oft vielfach ausgezeichneten Musikern - und die intime Atmosphäre eines kleinen Raumes in privatem Ambiente, die das Erleben von Musik intensiviert. Freuen Sie sich - wenn eines Tages der Konzertbetrieb wieder aufgenommen werden kann - auf inspirierende Begegnungen mit der Musik im Konzert und mit netten Menschen beim anschließenden Nachhall mit Wein und hausgemachtem Imbissbuffet.