Julian Prégardien, Tenor & Michael Gees, Klavier

Hauskonzert Feldberg Pregardien Gees

26 PregardienGees Michael Gees

Julian Prégardien debütiert im Sommer 2017 an der Bayerischen Staatsoper in der Titelpartie von Carl Maria von Webers Oberon. Im Januar 2018 ist er als Pedrillo in Mozarts Entführung aus dem Serail bei der Salzburger Mozartwoche unter Leitung von René Jacobs zu erleben. Außerdem gastiert er an der Opéra Comique Paris mit Hans Zenders Winterreise mit dem Ensemble Intercontemporain.

Im Konzertbereich zählt Julian Prégardien zu den gefragtesten Interpreten der Evangelisten-Partien Johann Sebastian Bachs. In den vergangenen Spielzeiten war er mit der Matthäus-Passion unter Leitung von Kent Nagano in Montréal und im Rahmen einer Tournee mit René Jacobs und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie beim jährlichen Weihnachtsoratorium an der Hamburgischen Staatsoper unter Leitung von Alessandro de Marchi zu erleben. Im Frühjahr 2018 ist er mit Bachs Johannes-Passion erneut auf Tournee mit dem Ensemble Pygmalion und Raphael Pichon. Höhepunkte der Konzertsaison 2017/18 sind Haydns Jahreszeiten mit Kent Nagano in der Elbphilharmonie Hamburg sowie Orchesterrezitale mit der Deutschen Radiophilharmonie zur Eröffnung des Festivals RheinVokal und mit dem Orchestre de Chambre de Paris in der Pariser Philharmonie. Mit einem besonderen Monteverdi-Projekt gemeinsam mit seinem Vater Christoph Prégardien und dem Ensemble Anima Eterna ist er 2017 zu Gast in Versailles, Dijon, Brügge und Antwerpen. Dem Mozartfest Würzburg ist Julian Prégardien seit 2016 eng verbunden, dort ist er 2017 an dem neuen Crossover-Format „Lounge Amadé“ beteiligt. Im Juni 2018 steht eine Liedmatinée mit Kristian Bezuidenhout an.

Der 2017 mit dem International Classical Music Award (für seine CD-Einspielung "Schubertiade" bei Myrios Classics) ausgezeichnete Liedinterpret Julian Prégardien war an der Gesamtaufführung aller Lieder von Franz Schubert sowohl bei der Schubertiade in Hohenems/Schwarzenberg als auch in der Wigmore Hall London mit mehreren Liederabenden und verschiedenen Klavierpartnern beteiligt.

Sein Japan-Debut mit Schuberts Winterreise in der Kioi Hall Tokyo und der Izumi Hall Osaka im Januar 2017 gemeinsam mit Masato Suzuki (Fortepiano) wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. In dieser Saison ist Julian Prégardien mit Liederabenden in der Alten Oper Frankfurt, bei der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart, im Konzerthaus Berlin, im Kunsthaus Zürich, im Stadtcasino Basel, beim Meisterzyklus Bern, in der Wigmore Hall London und beim Bach Festival Montréal zu erleben. Gemeinsam mit Gerhard Oppitz singt er im Oktober 2017 Winterreise in Würzburg und Aschaffenburg. Im Mai 2018 ist er im neuen Boulezsaal in Berlin im Rahmen eines Schubert-Projekts zu einem Liederabend begleitet von Martin Helmchen eingeladen. Regelmäßig geben Vater und Sohn Prégardien Duo-Liederabende begleitet von Michael Gees. Zuletzt waren sie im Mai 2017 in der Kölner Philharmonie zu erleben.

Auf CD sind in den letzten Jahren folgende Aufnahmen erschienen: Bachs Matthäus-Passion (auch DVD) und Johannes-Passion mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks und Concerto Köln, Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Orchester der Hamburgischen Staatsoper und dem Hamburg Ballett (DVD), Rameaus Zaïs mit Les Talens Lyriques und Christophe Rousset, Mozarts Entführung aus dem Serail mit der Akademie für Alte Musik und René Jacobs, sowie die Lied-CDs "An die Geliebte", "Schubertiade" und "Father and Son".
Daneben hat Julian Prégardien die Medienplattform P.RHÉI ins Leben gerufen und veröffentlicht dort ein Editionsprojekt, das die Aufführungspraxis und Interpretationsgeschichte von Franz Schuberts Liedzyklen Winterreise und Die Schöne Müllerin beleuchtet.

Seine musikalische Ausbildung erhielt der 1984 in Frankfurt geborene Sänger bei der Limburger Dommusik und an der Musikhochschule Freiburg. Seit dem Sommersemester 2013 hat Julian Prégardien einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater München. Daneben gibt er regelmäßig Meisterklassen, unter anderem an der Royal Music Academy in Kopenhagen, bei der Sommerakademie des Mozarteum Salzburg im Rahmen der Innsbrucker Festwochen und an der McGill University in Montréal. Julian Prégardien ist Mitglied des Schumann-Netzwerkes und Förderer des Singpatenprogrammes Canto elementar.

„Die Entdeckung des Abends ist Julian Prégardien, der den Tamino nahezu als Idealbesetzung verkörpert. Der Junge Sänger, Sohn eines berühmten Tenors, fügt der Rolle seine vielfältigen musikalischen Erfahrungen aus den Bereichen Oratorium und Lied hinzu und erzielt dadurch ein Ergebnis von bewundernswerter Feinsinnigkeit, Linienführung und ausdeutender Deklamation, ohne es aber je – zumal in den Schlüsselmomenten seiner Partie – weder an wohl geratener Durchschlagkraft noch an strahlender Helligkeit der Stimme fehlen zu lassen. Folglich tragen seine beiden Arien schon das Merkmal der Meisterschaft der Großen seines Fachs; ganz besonders die erste, voll von inniger Zärtlichkeit, die Stück für Stück in unbezwingbare Leidenschaftlichkeit umschlägt. Und gerade auch in der ‚Sprecherszene‘ zeigt er sein ganzes Können, heldisch und selbstbewusst, was für seinen in München anstehenden Oberon Großartiges erahnen lässt. Ein Künstler, den man im Auge behalten sollte und dem eine strahlende Zukunft bevorzustehen scheint.“ (04.04.2017, www.classiquenews.com)

http://www.julianpregardien.de/


Michael Gees: "Gees hat während des ganzen Abends gespielt, als ob er der Schöpfer der Kompositionen sei und darüber gewacht, daß alles sich so zusammenfüge, wie er es innerlich gegenwärtig hatte. Seine Augen waren nicht die des nur reproduzierenden Künstlers, sondern die flackernden des Entflammten, wie er in unserer Vorstellung als schöpferischer Komponist lebt." N. Campogrande

Mit drei Jahren ist das Klavier sein Lieblingsspielzeug, ab fünf bekommt er Unterricht, mit acht gewinnt er den Steinway-Wettbewerb und erhält ein Stipendium am Mozarteum Salzburg. Gefeiert als „Westfälischer Mozart“, studiert er an den Hochschulen in Wien und Detmold und es scheint, als stünde einer Pianistenkarriere nichts mehr im Wege. Doch die Sehnsucht des begabten Kindes, die Welt der Klänge auf seine Art zu erforschen, sie immer wieder von Note zu Note gleichsam neu zu erfinden, statt Technik zu üben, ist stärker. Das “Wunderkind” entflieht mit 15 Jahren dem Druck der vorgezeichneten Wettbewerbskarriere, läuft fort von Schule, Hochschule und Elternhaus, sorgt durch Gelegenheitsarbeiten für seinen Lebensunterhalt, jobbt als archäologischer Helfer und fährt zwei Jahre zur See.

1974 ergibt sich die Möglichkeit eines Studiums an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er entwickelt auf individuellem Weg pianistische Fähigkeiten, komponiert, wird international als hervorragender Liedbegleiter bekannt und konzertiert weltweit. Mit seinem Spiel lässt er eine lang vergessene Tradition wiederaufleben: das Werk mit extemporierten Anteilen auszuschmücken. 2001 eröffnet er das von ihm ins Leben gerufene Consol Theater. Hier werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeregt und ermutigt, eigene künstlerische Impulse zu entdecken und zu verwirklichen. Beim eigenen Label kunstvereint, bei CPO und EMI sind etliche CDs mit Michael Gees erschienen. Seit 2007 ist er mit Challenge Classics verbunden. Die dort erschienene Schöne Müllerin (mit Christoph Prégardien) wurde 2009 mit dem MIDEM Classical Award ausgezeichnet und wurde zugleich Recording of the Year.
Michael Gees arbeitet an Solo-Recitals zwischen Tradition und Neuland, an Liederabenden und Melodramen sowie an Bühnenmusiken.

http://www.michaelgees.com/


Fotos auf dieser Seite (C) Marco Borggreve (Julian Prégardien), Herrmann und Clärchen Baus (Michael Gees)